Colombia: Desierto de la Tatacoa

Juni 2012 - August 2012:
Kolumbien

Wir reisen nach 5 Tagen auf See in Kolumbien ein; allerdings nur wir, denn unser Auto ist noch irgendwo unterwegs zwischen Panama und Kolumbien.

Da sich wohl selbst die Einreise von Personen recht schwer gestaltet (denn wir haben zudem noch Feiertag), werden unsere Pässe einbehalten und sollen uns gegen Abend abgestempelt ausgehändigt werden. Nun sind wir nicht nur autolos, sondern auch passlos. Ein noch komischeres Gefühl.

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Skyline


Cartagena ist heiß; das merken wir bereits früh am Morgen. Wir beziehen unser Hostel und strollen ein wenig durch das historische Zentrum, welches wirklich wunderschön ist. Allerdings hat Schönheit auch seinen Preis und so sind wir doch ein wenig verwundert, als wir das erste Mal einen Supermarkt betreten und feststellen, dass die Preise auf Niveau Costa Rica oder höher liegen.

Die Nachricht von unserem Verschiffungsagenten kommt gegen Nachmittag. Unser Container ist auf einem anderen Boot, welches einen Tag später einläuft. Also weiter warten.

In Cartagena selber ist es besser, sich tagsüber ruhig zu verhalten und seine Aktivitäten auf den Nachmittag oder frühen Morgen zu verlegen, wenn die Temperaturen angenehm sind.

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Impressions

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Impressions

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Impressions

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Impressions

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Impressions

Colombia: Nothern Coast - Cartagena: Impressions

Colombia: Nothern Coast - Cartagena


Mittlerweile läuft auch die Abwicklung unseres Containers wieder an und wir ziehen von unserem Hostel in ein 4er Zimmer in einem Hotel um.

Die komplette Container-Abwicklung nimmt 1,5 Tage in Anspruch. Am ersten Nachmittag sind es ca. 4 Stunden. Allerdings sind wir meistens mit Warten beschäftigt und unsere Agentin (sehr empfehlenswert) rennt herum und füllt Papiere aus und wir unterschreiben nur.

Der zweite Tag ist lang. Und auch hier wieder viel Warten. Und wenn man die Autos dann aus dem Container gefahren hat, heißt das noch nicht, dass man sie gleich mitnehmen kann. Nein, dann heißt es wieder warten, Papiere ausfüllen, Zollinspektion, warten, Papiere abholen und dann endlich ist es soweit – wir haben unsere Autos wieder. Als wir auf den Parkplatz in der Nähe unseres Hotels rollen ist es gegen Abend.

Colombia: Cartagena - getting crazy while waiting for the cars
Colombia: Cartagena - getting crazy while waiting for the cars

Colombia: Cartagena - we have the cars back

Die nächsten beiden Tage stehen dann ganz unter dem Motto: „Auto auf Vordermann bringen“! Unser Paket aus Deutschland ist angekommen (ist wie Weihnachten) und somit haben wir genug Material zum Werkeln.

Wir arbeiten auf der Straße vor der Garage von einem Freund. Und wir sind das Highlight in den zwei Tagen. Die Leute stehen um uns herum, löchern uns mit Fragen, schauen uns zu, bringen uns Getränke und Früchte und scheinen sich richtig zu freuen, dass wir einfach nur da sind.


Colombia: Cartagena - parcel from Germany

Colombia: Cartagena - working on the car


Abends treffen wir dann endlich mal Clemens und Kristina, die mit ihrem Landy auf dem Weg in den Norden sind und mit denen wir seit einiger Zeit in email-Kontakt stehen. Wir haben einen feuchtfröhlichen Abend zusammen, tauschen uns aus und sind ein wenig traurig, dass die beiden nicht auch in Richtung Süden fahren.

Nach einem weiteren Tag (an dem wir unter den Nachwehen des Vorabends leiden) Werkeln und nach einer Woche in Cartagena  ist es dann endlich soweit: wir ziehen weiter. Erste Station ist der Vulkan de Lodo de Totumto, der anstatt Lava Schlamm speit. Allerdings ist Sonntag und wir sind gegen Mittag da und sind nicht die Einzigen. Eine endlose Schlange zieht sich den kleinen Hügel hinauf und so beschließen wir, auf das dreckige Vergnügen zu verzichten.

Colombia: Nothern Coast -Volcan de Lodo el Totumto

Colombia: Nothern Coast -Volcan de Lodo el Totumto


Weiter geht es an der Küste entlang. Irgendwie steht hier an Hauptstraße entlang gefühlt alle 25 km eine Mautstelle; und die Kosten sind nicht ohne.

Unser Ziel liegt auf 700m Höhe – wir freuen uns, der Hitze ein wenig zu entkommen. Aber wie bereits erwähnt – es ist Sonntag und die Kolumbianer zieht es auch in die Höhe. Und da der allgemeine Kolumbianer kein defensiver Autofahrer ist, stehen wir an einer engen Stelle (recht uns links ist alles voll geparkt) und warten und warten. Jeder möchte der erste sein und so geht am Ende gar nichts mehr. Es wird aber trotzdem weiter gedrängelt und vor allem gehupt. Hupen gehört hier generell zum Autofahren dazu. Irgendwann geht es dann aber weiter und wir erreichen Minca.

Colombia: Nothern Coast - Fisher Huts

Colombia: Nothern Coast - on the way to Minca


Minca ist sehr überschaubar. Wir campieren auf einem eigentlich als Parkplatz genutzten Grundstück. Eine Toilette gibt es hier nicht (aber wozu gibt es den guten alten Spaten), aber der Preis ist unschlagbar und es gibt eine große Terrasse, auf der wir sitzen können.

Colombia: Nothern Coast - Minca: Campsite


Der nächste Tag wird genutzt, um unser Höhenkit für die Standheizung einzubauen und wir Mädels strollen durch den Ort. Viel zu sehen gibt es aber nicht. Das Highlight hier – Pozo Azul – welches an den Wochenende hunderte von Kolumbianern anzieht, ist ganz nett, mehr aber auch nicht.

Colombia: Nothern Coast - Minca: Pozo Azul

Colombia: Nothern Coast - Minca


Bei einer demokratischen Abstimmung im Bezug auf die nächsten Tage fällt die Entscheidung zu Gunsten der Peninsula Guajira und somit auch zu Gunsten des nördlichsten Punktes Südamerikas – Punta Gallinas.

Allerdings ist die Strecke nicht an einem Tag machbar (zumindest nicht für uns) und so bleiben wir  - nachdem wir unsere Vorräte nochmal großzügig aufgestockt haben – eine Nacht am Strand von Mayapo.

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Playa Mayapo

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Playa Mayapo: Campsite


Von dort geht es in 10 Stunden Fahrerei 240 km nach Punta Gallinas. Die Landschaft dorthin ist atemberaubend, lebensfeindlich und abwechslungsreich. Wir können uns kaum satt sehen an der stetig wechselnden Natur. Einmal salzig, dann komplett ausgetrocknet und spröde, im nächsten Moment grün und savannenartig und dann wieder wüstenähnlich. Und doch leben hier überall vereinzelt Menschen (die Wayuu) in einfachen Lehmhütten, viele Ziegen und einige Kühe.

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Salinas Manaure

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira2

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira


Am nördlichen Zipfel der Halbinsel campen wir bei einer einfachen Hospedaje. Der Wind hier ist so stark, dass wir Probleme haben, zu kochen und verdammt uns dazu, wieder mal im Auto zu schlafen. Allerdings müssen wir dieses erstmal staubfrei machen - der feine Staub hier kostet uns nach nur knapp 6.000 km dann später auch einen Luftfilter.


Colombia - Peninsula Guajira: Nothern Point

Colombia - Peninsula Guajira

Colombia- Peninsula Guajira: Campsite


Am nächsten Morgen geht es zum nördlichsten Punkt Südamerikas – nach Punta Gallinas. Der Punkt an sich hat nichts Spektakuläres; für uns ist er aber aber dennoch wie ein kleiner Meilenstein.

Colombia - Peninsula Guajira: Most nothern Point Punta Gallinas

Colombia - Peninsula Guajira: Most nothern Point Punta Gallinas


Unser nächster Besuch gilt der Taroa Düne, bzw. Dünen. Die Jungs lassen es sich nicht nehmen mal wieder mit den Autos im Sand zu spielen.

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Taroa Dune

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Taroa Dune


Unsere weitere Tagesleistung beträgt knapp 25 km. Etwas abseits der Straße finden wir einen netten Platz, wo wir einfach bleiben und mal nichts machen. Im Laufe des Nachmittages kommen immer mal wieder Leute vorbei (wir fragen uns allerdings woher, denn hier ist nichts …), um zu schauen und einfach nur zu reden.

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Campsite

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Wayuu Women

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira


Am nächsten Morgen klingelt der Wecker früh, denn wir wollen vor der großen Hitze bereits in Cabo de la Vela sein. Die Rückfahrt kommt uns ein wenig schneller vor – mag an der kleineren Anzahl von Straßensperren liegen, die hier von Kindern aufgebaut werden, um Süßigkeiten zu „erpressen“.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir einfach unserer Spur zurück folgen können und nicht planlos zwischen den vielen Tracks hin und her irren müssen. Auch die Fahrt zurück ist wieder faszinierend und landschaftlich beeindruckend.

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Wyayuu Hut

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Sweets please ...

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Sweets please ...

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Needing more fuel

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Wayuu Kids


Gegen Mittag landen wir in Cabo de la Vela. Der Ort an sich besteht aus 2 staubigen Wegen und hat einen schönen Strand, aber es ist Freitag und es rollen wieder busweise Kolumbianer an. Wir finden eine einfache Unterkunft, wo wir auf dem Parkplatz campen dürfen und verhalten uns bei der Hitze erst mal ruhig.

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Cabo de la Vela

Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Cabo de la Vela Campsite


Zum Abendessen gibt es lecker Fisch und wir freuen uns, als endlich die Sonne weg ist und die Temperaturen angenehmer werden.


Colombia: Nothern Coast - Peninsula Guajira: Cabo de la Vela Dinner


Dann geht es in zwei Tagen elender Fahrerei – samt einer Übernachtung im eiskühlschrankähnlichen Zimmer eines Stundenhotels und einer auf dem Grundstück eines netten Restaurantbesitzers – raus aus der Hitze und in etwas höher gelegene Regionen. Am Straßenrand verkaufen immer wieder Menschen geschmuggelten Sprit aus Venezuela in Kanistern; ein komisches Bild.

Los Estoraques oder von uns auch der kleine Bryce Canyon genannt, wird von uns als wir keine Lust mehr haben, uns unsere Hintern im Auto platt zu sitzen, erreicht.

Colombia: close to Venezuela - Gasoline needed?

Colombia: Jaguar de Ibaraco - strange bird

Colombia: Jaguar de Ibaraco - nice rules ...

Colombia: Jaguar de Ibaraco - so cute


Wir treffen hier mal wieder auf Petra und Klaus, die damit beschäftigt sind, den neugierigen Kolumbianern ihr Auto samt Kabine zu zeigen.

Auch wir werden wieder „Opfer“ der aufgeschlossenen Menschen hier. Wir trinken uns aufopfernd durch sämtliche uns angebotenen Schnapssorten und landen auf hunderten von Bildern.

Los Estoraques - Petra, Klaus and hundrets of Columbians ...

Colombia: Los Estoraques - pictures, pictures, pictures ...

Colombia: Los Estoraques - by night


Nachmittags schlendern wir durch den kleinen und netten Ort Playa de Belen, der hier vor der Haustür von Los Estoraques liegt. Campen dürfen wir direkt auf dem Parkplatz des Geländes.

Colombia: Los Estoraques - Playa de Belen

Colombia: Los Estoraques - Playa de Belen

Colombia: Los Estoraques - Playa de Belen

Colombia: Los Estoraques - Campsite


Am nächsten Tag machen wir eine kurze Wanderung – ich habe mir in der Nacht in dem Stundenhotel bedingt durch die eisigen Temperaturen eine kleine Erkältung zugezogen - durch den eigentlich gesperrten Canyon. Unser Führer ist nett, redet für unser Verständnis aber leider ein wenig zu schnell wie alle Menschen hier.

Colombia: Los Estoraques - Canyon

Colombia: Los Estoraques - Canyon

Colombia: Los Estoraques - Canyon

Colombia: Los Estoraques - Canyon

Colombia: Los Estoraques - Canyon

Colombia: Los Estoraques - Canyon


Abends gibt es das erste Mal ein wenig Stress, als ein Offizieller des Parks auf uns zukommt (morgens sind wir bereits ermahnt worden, wegzufahren) und uns wieder auffordert, zu fahren. Der Park wäre gesperrt und campen wäre nicht erlaubt. Wir tun so, als würden wir ihn nicht verstehen und er holt ziemlich sauer seinen Vorgesetzten. Die Diskussion geht weiter, droht zu eskalieren und wir haben das Gefühl, dass hier stetig um den heißen Brei herumgeredet wird.

Dann kommt der Direktor aber endlich auf den Punkt: der Park ist offiziell geschlossen; die Sicherheitslage sei schlecht, die FARC wäre in der Gegend aktiv und es würde viel Drogenverkehr nicht weit entfernt geben. Und keiner möchte die Verantwortung für unsere Sicherheit übernehmen. Punkt! Okay, keine guten Nachrichten, aber immerhin mal eine Ansage.

Jetzt wundert es uns auch nicht mehr, warum hier so viel Militär im Ort vertreten ist. Wir ziehen also um; auf den Fußballplatz des Ortes. Nicht schön, aber mittlerweile zu spät, um sich etwas anderes zu suchen. 

Es folgt ein weiterer Tag Fahrerei. Knapp 300 km in über 10 Stunden. Wir landen auf einem Plateau oberhalb des „Parques Chicamocha“. Als wir ankommen, ist es bereits dunkel. Nach einer guten halben Stunde steht dann wieder Polizei vor uns. Aber sie holen sich die Erlaubnis für uns ein, hier campen zu dürfen, da es sich um Privatgrund handelt.

Am nächsten Morgen haben wir einen traumhaften Blick über den Chicamocha Canyon und müssen feststellen, dass es sich beim „Parque“ um eine Art Vergnügungspark handelt. Wir fliehen recht schnell wieder …

Colombia: Chicamocha - Campsite

Colombia: Chicamocha Canyon


In San Gil – dem offiziellen Outdoor-Mekka-Ort Kolumbiens – finden wir einen netten Platz zum Campen. Nach Outdoor ist uns allerdings nicht, eher mal wieder nach einer Dusche. Wir gönnen uns einen Tag Auszeit. Dieser gestaltet sich allerdings wie immer: kleine Arbeiten am Auto, Waschen, putzen …

Colombia: Central Highlands - San Gil: Campsite


Dann geht es weiter nach Barrichara, einem netten kleinen Kolonial-Örtchen. Wir dürfen an einem Restaurant kurz vor Barrichara (mit WiFi!!!) umsonst campieren und gestalten den Tag eher ruhig (Internet Nutzung bis zum Abwinken). Am nächsten Tag geht es nach Barrichara und wir wandeln auf dem Camino Real in den nächstgelegenen Ort Guane.

Mit dem Bus geht es zurück nach Barrichara, welches wir uns anschauen und die Gelegenheit nutzen und mal zum Zahnarzt gehen.

Colombia: Central Highlands - Barrichara: Campsite

Colombia: Central Highlands - Barrichara: yammi Empanada2

Colombia: Central Highlands - Barrichara: Beware of the dog

Colombia: Central Highlands - Barrichara

Colombia: Central Highlands - Barrichara: typical tienda

Colombia: Central Highlands - Barrichara: wall

Colombia: Central Highlands - Barrichara: Beware of the Cat

Colombia: Central Highlands - Barrichara: Stefan :-)

Colombia: Central Highlands - Barrichara: typical houses

Colombia: Central Highlands - Barrichara: streets

Colombia: Central Highlands - Barrichara: typical tienda

Colombia: Central Highlands - Barrichara: Camino Real to Guane

Colombia: Central Highlands - Barrichara: in Guane

Colombia: Central Highlands - Barrichara: Grasshopper

Colombia: Central Highlands - in Guane

Die Nacht verbringen wir wieder am Restaurant und dann geht es langsam in Richtung Berge. Wir benötigen allerdings zwei Tage, denn die Strassen, die wir fahren (wir scheinen die einzigen zu sein, denn irgendwie kommt uns niemand entgegen …) lassen keine höheren Geschwindigkeiten zu. Dafür kommen wir aber durch wunderschöne und einsame Gegenden.

Colombia: Central Highlands - way to NP Cocuy: less pressure is better

Colombia: Central Highlands - way to NP Cocuy: amazing landscape

Colombia: Central Highlands - way to NP Cocuy: lonely roads

Colombia: Central Highlands - way to NP Cocuy: wilderness


Vollgepackt mit Lebensmitteln geht es vom Parkplatz der heißen Quellen vor den Toren des Nationalparks El Cocuy von 2.700m in einer Stunde Fahrt auf 3.900 m. Die Landschaft ist ein Traum. Nachmittags allerdings zieht es sich zu und die Temperaturen fallen; wir können unser neu verbautes Höhenkit für die Standheizung endlich mal testen. Leider verträgt Stefan die Höhe nicht so gut und somit ist die Nacht für uns (im Auto, da nachts schon eher kühl hier oben …) nicht so angenehm.

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy


Am nächsten Tag gehen wir – ohne Stefan – ein wenig wandern, um uns an die Höhe zu gewöhnen. Das Wetter spielt leider nicht so wirklich mit, die Sicht ist schlecht, es regnet und wir schnaufen bei jedem der 300 hart erkämpften Höhenmeter, die wir machen. Komplett durchnässt kommen wir gegen Mittag zurück. Stefan geht es zum Glück besser und so verbringen wir den Nachmittag in Nebel und Regen. Das Höhenkit tut seine Arbeit übrigens anstandslos und somit sind die Sachen auch recht schnell wieder trocken.

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: glacier

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: hiking in the rain

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: lots of sheeps


Da das Wetter am dritten Tag immer noch nicht besser ist, fahren wir auf die andere Seite des Nationalparks – der Lagunen-Sektion. Wir finden einen netten Platz zum Campen und nachmittags reißt doch tatsächlich der Himmel auf.

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: Campsite Sector Lagunas

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: Sector Lagunas


Allerdings nicht für wirklich lang – aber lang genug, um ein paar schöne Bilder zu machen - und so sitzen wir bald wieder regengeschützt zusammen, frieren. und kochen. Was wir in den Tagen dort oben auf jeden Fall lernen: Reis und Pasta sind ungeeignet für die Höhe – außer einem pampigen Brei wird da nichts draus. Und unser Kocher frisst Sprit ohne Ende; weil alles eben unheimlich lange kocht, was es geschmacklich nicht besser macht.

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: cooking

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: not yammi

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: daily life with cleaning dishes


Am nächsten Tag ist das Wetter nicht wirklich besser. Aber motiviert starten wir eine Wanderung … die Stefan und ich nach eine Stunde allerdings beim Blick in den grauen Himmel, aus dem es gut und viel regnet, abbrechen. Nass kommen wir zurück (zum Glück liegen unsere Regenhosen gut verpackt zu Hause im Keller … KLUG und KLÜGER lassen grüßen, es gibt eben nicht nur gutes Wetter!!!) und freuen uns über jeden Sonnenstrahl, den wir bekommen können.

Colombia: Central Highlands -  NP Cocuy: enjoying the sun


Kurzfristig beschließen wir dann, uns auf den Weg nach unten zu machen; irgendwie haben wir alle keine Lust mehr auf Regen. Wir quälen uns die Berge also wieder hoch und runter (nicht nur unter Kocher frisst Sprit, nein, auch unser Auto ist in der Höhe eher durstig …) und kommen am frühen Nachmittag in der Zivilisation mit gemäßigten Temperaturen an. Unsere Freunde aus dem Piscinaclub freuen sich, uns wieder zu sehen.

Colombia: Central Highlands -  mountain Village

Colombia: Central Highlands - Soata: Piscinaclub Crew


Generell kann man ja hier froh sein, wenn man keine Bauern totfährt, die hier auf den engen Bergstraßen ihre Kühe, Schafe, Ziegen oder sonstiges Getier spazieren führen und plötzlich und ganz unverhofft hinter irgendwelchen Kurven entgegengesetzt der Fahrtrichtung auftauchen. Familien scheinen ihre Ausflüge auch gerne mal mit ihren Kindern und Großeltern auf den öffentlichen Straßen zu unternehmen.

Neben den menschlichen Gefahren lauern dann aber auch noch gewaltige Erdrutsche und Steinschläge oder einfach die richtig mies und lebensmüde fahrenden Kolumbianer … 

Schön sind auch immer die Militärposten an den Straßenrändern, die einem freundlich zuwinken und dabei den Daumen in die Luft strecken. Wir haben uns immer eingebildet, dass das so viel bedeutet wie: COOLES AUTO habt ihr da; aber anscheinend bedeutet das, dass die Straße sicher ist. Allerdings fragen wir uns wirklich, was die pickelgesichtigen, zahnspannentragenden Bübchen in Militärkleidung denn im Zweifelsfalle ausrichten würden oder könnten …

Colombia: Central Highlands - dangerous roads


Wir fahren an einem Tag nach Villa de Leyva durch und platzen mitten in das Fest für die Virgen del Carmen – Schutzbefohlene der Autofahrer (die gute Frau muss echt ordentlich was zu tun haben bei dem Fahrstil der Kolumbianer …) und Patronin des kleinen Örtchens Villa de Leyva. Die Kolumbianer haben eine Menge Heilige – wahrscheinlich eine Legitimation dafür, viele viele Fiestas feiern zu können. 

Wir finden einen wunderschönen Platz zum Campen oberhalb des Ortes und treffen hier Petra und Klaus wieder. Am nächsten Tag ist hier immer noch eine riesige Party im Gange und so lassen wir uns einfach treiben, tauchen ein in die bunte Masse, haben zum Mittag ein wahres Fleischmassaker und werden zum Schluss wieder mal Opfer der gastfreundlichen (und leider mehr als trinkfesten) Kolumbianer. Kurz: wir werden eingeladen und innerhalb von 1,5 Stunden interessanten kulturellen Austausches gibt es an die 10 Runden Bier. Da ich kein Bierfreund bin, halte ich mich tapfer an 2 Bieren fest und der arme Stefan muss meine restlichen Runden mit übernehmen – aber er schlägt sich wacker.

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Fiesta del Carmen

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Asado

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Asado

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Fiesta del Carmen

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Fiesta del Carmen

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Fiesta del Carmen


Die Zeit vergeht im Flug und damit wir nicht komplett faul werden, machen wir einen Tagesausflug zu den Highlights der Umgebung. Zuerst schauen wir uns ein ca. 12 m langes Fossil an, welches hier gefunden wurde. Sehr beeindruckend. Dann irren wir 2 Stunden in der Gegend herum, weil wir eigentlich die geteerten Straßen auf dem Weg in ein naheliegendes Kloster vermeiden wollen. Aber nach zig Sackgassen und der 1.000sten Weggabelung geben wir auf. Zum Glück, denn kaum zurück in der Zivilisation erwartet uns ein weiteres Fleischmassaker.

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: El Fossil

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: El Fossil

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Desierto de la Candelaria

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Desierto de la Candelaria

Colombia: Central Highlands - Sutamarchan: Salchichas

Colombia: Central Highlands - Sutamarchan: Lunch

Colombia: Central Highlands - Sutamarchan: Lunch2


Weiter geht es nach Raquira, einem echt netten kleinen bunten Örtchen und endlich zum Kloster. Dann geht es langsam zurück, denn nach so viel Entspannung in den letzen Tagen, sind wir ein wenig müde vom "anstrengenden" Ausflug.

Colombia: Central Highlands - Monasterio de la Candelaria

Colombia: Central Highlands - Monasterio de la Candelaria

Colombia: Central Highlands - Raquira

Colombia: Central Highlands - Raquira

Colombia: Central Highlands - Raquira2

Colombia: Central Highlands - Raquira


Und so machen wir auch die nächsten Tage nicht viel; lecker auf dem Markt einkaufen, in die Dorfkneipe gehen, durch die Gassen schlendern und nette Menschen kennenlernen. Renata und Bruno aus der Schweiz zum Beispiel. Die beiden sind mit dem Rucksack unterwegs und wir verstehen uns auf Anhieb – und genießen zusammen im Ort einen hervorragenden Espresso. Nach 8 Tagen wird es dann aber wirklich Zeit. Wir bekommen in unserem Hostel noch ein Gratis-Frühstück und dann geht’s weiter.

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Dorfkneipe

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: nice Service

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Plaza

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Renata and Bruno

Colombia: Central Highlands - Villa de Leyva: Breakfast at Hostal Colombian Highlands


Auf dem Weg nach Nemocon treffen wir wieder einen landy-fahrenden Kolumbianer, der uns bezeichnenderweise zuerst nach dem Namen unseres Autos fragt und dann erst nach unseren Namen. Soso, hier haben die Landys alle Namen – wir brauchen uns also nicht zu schämen (gelle Stefan ...). Wir besuchen die tolle Salzmine in Nemocon (sorry, Zipaquira …) und dürfen dort auch übernachten.

Colombia: Central Highlands - Land Rover Friend

Colombia: Central Highlands - Nemocon: Salt Mine

Colombia: Central Highlands - Nemocon: Salt Mine

Colombia: Central Highlands - Nemocon: Salt Mine

Colombia: Central Highlands - Nemocon: Salt Mine

Colombia: Central Highlands - Nemocon: Salt Mine


Am nächsten Morgen geht es nach Bogota. Der Verkehr ist chaotisch, aber fließend. Wir kämpfen uns zu Klaus Hergett durch, der zum Glück unseren Kraftstoffkühler repariert (immer Kühlmittel auffüllen nervt uns auf Dauer  …) und finden mit seiner Hilfe endlich das richtige Kühlmittel MIT Frostschutz - das Altiplano kann kommen.

Colombia: Bogota - Traffic

Colombia: Bogota - aha ...

Colombia: Bogota - LR Garage Klaus Hergett

Colombia: Bogota - LR Garage Klaus Hergett


Am späten Nachmittag finden
wir zum Glück noch ein nettes Zimmer im Vieja Suiza (danke an Renata und Bruno für den Tipp) und einen Parkplatz, durch dessen Einfahrt wir höhenmässig passen. Und wir besuchen ganz spontan und leider express mäßig das beeindruckende Gold Museum (Kamera haben wir leider im Hostal gelassen, was uns richtig ärgert), welches ein echtes Highlight ist im Bezug auf Museen.

Colombia: Bogota - Sleeping place for the car

Colombia: Bogota - and for us ...

Colombia: Bogota - and for us ...

Colombia: Bogota - La Vieja Suiza2


Am nächsten Morgen werfen wir uns pünktlich (aber nicht vor 8:30h, denn wir haben einen ungeraden Tag und da dürfen wir mit unserer ungeraden Nummer im Nummernschild erst ab 08:30h fahren – wird wohl sehr ernst genommen und die Strafen sollen drakonisch sein) in den Verkehr.

Durch Zufall finden wir die Outdoor-Meile; hier in Kolumbien gibt es thematisch sortierte Stadtteile oder Gebiete, was ganz praktisch ist, wenn man sie denn findet.
Und so können KLUG und KLÜGER endlich Regenhosen kaufen – das zweite Paar, denn das erste liegt ja gut verpackt in Deutschland. Stefan kauft sich zudem noch eine Daunenweste, um für die kalten Tage gewappnet zu sein. Wir füllen das Auto mit Lebensmitteln und mittlerweile habe ich mich sogar daran gewöhnt, dass Huhn hier eigentlich nur bezahlbar ist, wenn man es praktisch am Stück kauft – ja, GEIZ kann ab und zu schon ekelhaft sein.

Colombia: pollo con piel y huesos ...


Langsam zieht sich der Verkehr aus der Stadt und gegen 14h sind wir endlich raus aus Bogota. Innerhalb von 4 Stunden fahren wir von 2.600m auf 200m Höhe runter, schwitzen mit jedem Tiefenmeter mehr und lachen über Stefans Daunenweste.
Da wir uns auf der Baustellen-behafteten Hauptroute zwischen Bogota und Medellin befinden rutschen wir von einem Stau in den nächsten und erreichen nach 4 Stunden unser Tagesziel; nicht schlecht für 100 km. Die Nacht verbringen wir in einem Country Club.

Colombia: on the way to Honda

Colombia: Honda - Campsite


Ach ja, eine schöne Sache ist übrigens auch das „Geschenk-Vergessen“. Dinge, die man nicht mehr benötigt oder will, aber zu schade sind, um sie wegzuwerfen, werden einfach irgendwo „Geschenk-Vergessen“. So freut sich das Hostal in Villa de Leyva über ein neues Sieb, Felix freut sich über eine Jeans und ich mich über ein Paar Gammelsocken … ist mir jetzt nur gerade so am Rande mal eingefallen …

Colombia - Geschenk-Vergessen-Socken


Der nächste Morgen ist mal wieder typisch für KLUG und KLÜGER. Da wir uns am Vorabend schön in die Wolle bekommen haben wegen des nächsten Zieles, werfen wir direkt an der nächsten Kreuzung wieder alle Entscheidungen (die noch nicht wirklich und definitiv getroffen waren) über den Haufen und biegen in Richtung Rio Claro ab anstatt in die Kaffeeregion.

Der Verkehr fließt schön und flüssig und wir erreichen das Natur Reservat am Mittag. Leider dürfen Autos nicht in die Campingarea und so stehen wir eher unschön hinter einer Tankstelle. Im Campingpreis ist der Tageseintritt enthalten und so machen wir uns auf zu einer Wanderung durch den wunderschönen Marmorcanyon, durch den sich der Rio Claro zieht. Für uns steht fest: der kleine Schwenker (immerhin knapp 400 km) hat sich gelohnt. Es ist warm, die Gegend ist ein Traum und wir können uns im Fluss abkühlen.

Colombia: Rio Claro - Marble Beach

Colombia: Rio Claro - Door to Paradise2

Colombia: Rio Claro - Marble Canyon

Colombia: Rio Claro - Amazing landscape

Colombia: Rio Claro - us :-)

Colombia: nice waterfall close to Rio Claro


Der nächste Morgen glänzt durch extreme Schwüle, der Schweiß läuft unsere Rücken runter und uns zieht es dann doch wieder in die kühlen Berge.

Von Petra und Klaus haben wir gehört, dass der Ort Guatape in der Nähe von Medellin sehr schön sein soll. Auch auf die Gefahr hin, dass die beiden denken, wir verfolgen sie, machen wir uns auf den Weg dorthin.

Und wirklich … wunderschön in grüner Landschaft gelegen, inmitten von Seen,  mit Blick auf den Monolithen El Penol liegt Guatape, Dorf der Zocalos (Fresken). Der kleine quirlige Ort  besticht durch seine bunten Gassen und vor allem natürlich durch seine vielen Fresken an den Hauswänden.

Colombia: Guatape - colorful architecture

Colombia: Monolith El Penol

Colombia: Guatape - strange tastes for Ice Cream

Colombia: Guatape - Plaza and Church

Colombia: Guatape - "Cabs"

Colombia: Guatape - streets


Der Campground liegt etwas außerhalb direkt am Wasser. Das Wetter ist tagsüber herrlich sonnig und nachts angenehm kühl. Allerdings ist mal wieder Wochenende und so werden wir erneut schön mit kolumbianischer Musik beschallt – die Kolumbianer sind mehr als ausdauernd.

Wir nutzen das schöne Wetter um mal wieder Wäsche zu waschen, unsere Zeltplane das erste Mal nach knapp 16 Monaten zu reinigen (da sammelt sich ganz schön was an …) und uns auf Ecuador vorzubereiten.

Colombia: nice butterflies



Jeden Nachmittag gibt es lecker Kaffee und Kuchen – dazu müssen uns Petra und Klaus wahrlich nicht lange überreden; und abends wird schön zusammen gekocht, gegessen und gespielt. Kurz: wir haben eine tolle Zeit und da wir am dritten Tag morgens verschlafen, werden eben 4 Tage draus. Nicht weiter schlimm ...

Colombia: Guatape - Coffee Break

Colombia: Guatape - Dinner Time


Dank Wecker schaffen wir es an Tag 5 pünktlich fertig zu sein … und uns erwartet ein langer langer Tag – was wir bis dato zum Glück noch nicht wissen. Entspannt gehen wir noch einkaufen, um dann der Abkürzung durch die Berge zu folgen, die unser Navi vorschlägt. Stefan ist schon recht genervt, weil er keine Lust auf Schotterpisten hat. Also fahren wir einen Umweg zurück, damit wir dann gegen Mittag endlich auf der Panamericana sind; zusammen mit tausenden von LKW´s. Und so geht es weiter; Berg hoch, Berg runter, überholen, warten, ausweichen, bremsen, Gas geben … und die Strecke zieht sich und zieht sich. Dazu kommen noch die ewigen Peaje-Stellen (Maut … da wird in Kolumbien ganz schön hingelangt), die es auf dieser Strecke gefühlt ohne Ende gibt.

Um 17h sind wir dann endlich angekommen auf der Kaffeefarm Guayabal. Nur, um zu hören, dass sie keine Camper mehr möchten, wir aber ein Zimmer (viel viel zu teuer) haben könnten. Kurzes Beratschlagen … wir fahren weiter. Die restlichen 50 km schaffen wir – mittlerweile aber echt genervt – auch noch.

Colombia: Hell on the roads - Trucks ...

Colombia: nice sunset close to Salento

Colombia: long long day ...


Im Dunkeln irgendwo ankommen ist blöd und unvorteilhaft. Man kann sich nicht in Ruhe umschauen und ist irgendwie gezwungen, das zu nehmen, was man eben findet. Wir landen 3 km vor Salento bei dem etwas schrägen Jorge auf dem Camping Platz. Der Platz ist für Leute mit Zelt super, für Leute mit Auto aber nicht so. Zudem recht teuer und ohne Internet. Wir bleiben dennoch die erste Nacht – nachdem wir uns im Ort mit fettiger Brautwurst für die Nacht gestärkt haben.

Am nächsten Tag erkunden wir den Ort und suchen nach einem neuen Platz zum Campen. Wir schlendern zum Mirador und beim Mittagsessen fällt unser Blick auf die Werbung einer Finca etwas außerhalb. Diese schauen wir uns – kleiner Verdauungsspaziergang -  an und treffen hier wieder auf Felix und Toni (die Welt ist eben doch klein). 

Zurück im Ort, wo unser Auto brav auf uns wartet, treffen wir dann auch wieder auf Renata und Bruno - und trinken erst mal lecker Espresso zusammen. Und da Schweizer Nationalfeiertag ist und Schweizer da gerne Geschenke machen, bekommen wir von den beiden ganz tolle und schöne Espressotassen geschenkt.

Colombia: Coffee Region - Salento: nice streets

Colombia: Coffee Region - Salento

Colombia: Coffee Region - Salento

Colombia: Coffee Region - Salento: real coffee2

Colombia: Coffee Region - Salento: Renata and Bruno

Colombia: Coffee Region - Salento: great gift


Es geht also zur Finca Serrana und der nächste Tag steht mal wieder im Zeichen des Autos. Unser Thermostat funktioniert nicht einwandfrei und wir versuchen immer noch - zwecks Kühlflüssigkeitswechsel - möglichst viel Wasser aus dem System zu bekommen.

Colombia: Coffee Region - Salento: working on the car again

Colombia: Coffee Region - Salento: checking parts for the car


Da sich aber nicht immer alles ums Auto drehen kann, machen wir eine Verschnaufpause und gehen ins Valle de Cocora wandern. Zusammen mit Renata und Bruno. Und da das Wetter morgens am schönsten ist, klingelt der Wecker erbarmungslos früh. Aber es lohnt sich.

Hier stehen riesige Wachs-Palmen einsam in einem sattgrünen Tal. Ein gigantischer Anblick. Nach einem stetigen aber erträglichen Anstieg legen wir dann hoch über dem Tal eine kleine Pause in grandioser Kulisse ein – bevor es dann wieder runter geht. Die Bewegung tut unseren müden Knochen gut und es wartet eine leckere Belohnung: Erdbeeren mit Schlagsahne.

Colombia: Coffee Region - Valle de Cocora: Wax Palms

Colombia: Coffee Region - Valle de Cocora

Colombia: Coffee Region - Valle de Cocora: Flowers

Colombia: Coffee Region - Valle de Cocora: Break

Colombia: Coffee Region - Valle de Cocora: mushroom ...

Colombia: Coffee Region - Salento: what a reward


Am nächsten Morgen rollen dann auch Klaus und Petra auf die Finca. Ja, wir Reisenden haben irgendwie alle den gleichen Weg und schöne Plätze sprechen sich herum. Tagsüber bauen wir unser Auto wieder zusammen, damit wir wieder mobil sind und gegen Nachmittag bekommen wir dann nochmal Verstärkung: Felix und Franziska, mit denen Klaus und Petra seit längerem in Kontakt stehen. Es werden wieder mal Geschichten und Erfahrungen ausgetauscht und abends gehen wir alle zusammen Pizza essen.

Colombia: Coffee Region - Salento: meeting Overlander

Colombia: Coffee Region - Salento: Sunset


Ein perfekter Tag: die Sonne scheint und der Tag steht eigentlich nur unter dem Motto: ein grandioses Barbecue vorbereiten und umsetzen. Und das tun wir mit vereinten Kräften ohne Rücksicht auf Verluste – und das Ergebnis kann sich sehen lassen!!!  

Colombia: Coffee Region - Salento: Barbecue time

Colombia: Coffee Region - Salento: Barbecue time

Colombia: Coffee Region - Salento: Barbecue time


Und dann heißt es wieder mal Abschied nehmen; aber wir sind uns sicher, dass es wieder ein Abschied auf Zeit ist und irgendwie müssen wir gestehen, dass wir die Zeit mit Petra und Klaus zusammen immer richtig genießen.

Die Fahrt geht von knapp 2.000 m runter auf 1.300 m um dann wieder auf 3.300 m (brr, schnell die eben ausgezogene Jacke wieder  an) anzusteigen. Und dann geht es nur noch bergab.

Nach einigen Stunden Fahrt, ein paar Peajen und einer weiteren Tankfüllung finden wir uns – gerade nach der letzten Zeit im grünen Salento – in einer ziemlich unwirklichen Welt wieder: der Desierto de la Tatacoa. Wir schlafen direkt am dortigen Observatorium (Führungen leider nur auf Spanisch - für die Schulklasse, die an diesem Abend hier ist, sind wir allerdings die wahren "Stars" und so dürfen wir Autogramm nach Autogramm geben ...), schauen abends in den nahezu sternenklaren Himmel und erleben die unterschiedlichen Facetten dieses Stückchen Erde erst am nächsten Tag bei einer Erkundungsfahrt. Das Quecksilber steigt erbarmungslos über 40 Grad, aber die Hitze wird belohnt ...

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa

Colombia: Desierto de la Tatacoa - snake


Auf Landschaft folgt Kultur. Tierradentro und San Agustin stehen auf dem Programm. Bei Tierradentro handelt es sich um unterirdische Begräbnisstellen (bis zu 5 Meter tief) mit teilweise bunten Malereien, die man alle wunderschön in einer großen, aber auch anstrengenden Runde erlaufen kann. Am höchsten Punkt wird man dann durch herrliche Ausblicke belohnt.

Zusätzlich ist die Gegend hier vom Tourismus bisher weitgehends verschont geblieben und die Leute sind unverdorben. Wir wohnen bei einem alten süßen Paar im Vorgarten, die selten Besucher empfangen dürfen und irgendwie den ganzen Abend um uns herum sind und staunend zuschauen, wie wir kochen und leben.

Colombia: Southern Region - on the way to Tierradentro

Colombia: Southern Region - on the way to Tierradentro

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Tombs

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Tomb Painting

Colombia: Southern Region -Tierradentro: on the hike

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Alto El Aguacate

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Alto El Aguacate

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Alto El Aguacate

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Campsite

Colombia: Southern Region -Tierradentro: Nice people


San Agustin ist bekannt für seine steinernen mystischen Figuren, die hier in allen möglichen Formen und Größen in Massen herumstehen. Da es für Tierradentro und San Augustin die gleichen Eintrittsarmbänder gibt freuen wir uns schon, dass wir nur einmal Eintritt zahlen müssen … leider zu früh, denn die Parkwächter gleichen die Nummern auf den Armbändern ab und wir werden erneut zur Kasse gebeten. Wir trotzen dem Regen (davon hat es hier viel) und erkunden das überraschend große Gelände. Da dies länger als erwartet dauert, hängen wir noch eine Nacht in dieser schönen Gegend dran.


Colombia: Southern Region -San Agustin: Statues

Colombia: Southern Region - San Agustin: Statues

Colombia: Southern Region - San Agustin: Statues

Colombia: Southern Region - San Agustin: Statues

Colombia: Southern Region - San Agustin: Statues

Colombia: Southern Region -  San Agustin: Statues


Abends gibt es lecker Thai-Curry und am nächsten Tag weckt uns die Sonne. Und etwas, an das wir nicht mehr geglaubt haben, passiert. Nach nun mehr 16 Monaten finden wir einen sinnvollen Einsatz für unser Porta Potti. Rene, der Besitzer der Finca El Maco baut gerade Öko-Tourismus in der Region Cocuy auf – und er ist an unserem stillen Örtchen für seine Gruppen interessiert. Somit tauschen wir Toilette gegen Kost und Logis und unsere Toilette wird in Zukunft ihren Einsatz in den schönen Bergen des Cocuy Nationalparks finden.

Colombia: Southern Region  - San Agustin: yammi Thai Curry

Colombia: Southern Region  - San Agustin: nice Campsite

Colombia: Southern Region  - San Agustin: strange animal


Dann folgt die wohl auto-unfreundlichste Straße in Kolumbien. Über 5 Stunden lang reiht sich Loch an Loch, Bodenwelle an Bodenwelle – unterbrochen lediglich von Matsch und kleinen Stücken neu geteerter Straße, wo wir wieder mal die Logik der Bauprioritäten hinterfragen …

Colombia: Southern Region  - San Agustin to Purace


Am frühen Nachmittag kommen wir dann aber endlich in Purace an und Toni und Felix warten schon, denn wir wollen zusammen den Vulkan Purace in Angriff nehmen. Wir schlafen die erste Nacht am Gemeindehaus der indigenen Bevölkerung, denen das Land hier gehört. Felix übernimmt abends dann ein wenig "Entwicklungshilfe", indem er ein armes, kleines streunendes Kätzchen vom Streuner-Dreck befreit - das allerdings freut sich weniger über die Zuwendung ...

Colombia: Southern Region  - Purace: Campspot

Colombia: Southern Region  - Purace: washing a dirty cat


Hier beantragen wir auch die Genehmigung, mit unseren Autos durch die Minen zu fahren und die alten Minen und Militärstraßen zu nutzen, die uns recht nahe an den Vulkan (hier auch Pilimbala genannt) heranbringen.

Colombia: Southern Region  - NP Purace: Sulfur Mine

Colombia: Southern Region  - NP Purace: Sulfur Mine

Colombia: Southern Region  - NP Purace: Sulfur Mine

Colombia: Southern Region  - NP Purace: Mining Road

Wir kommen bis auf knapp 4.100m hoch und in Sichtweite des Vulkans – wenn man ihn denn sieht, denn das Wetter hier oben ist in den Monaten Juli und August eher schlecht. Aber wir haben Glück und das Wetter reißt gegen Nachmittag auf, so dass wir einfach mal losziehen und ein Stück weit wandern. Allerdings hält unser Glück nicht lange und es zieht sich wieder zu. Aber die Blicke, die wir in den 2 Stunden haben, sind wunderschön.

Colombia: Southern Region  - NP Purace: Campspot above 4.000 m

Colombia: Southern Region  - NP Purace: after the rain


Und was dann folgt kann man echtes Bergwetter nennen: Regen, Nebel, Kälte und Sturm. Wir kochen dick eingemummelt in den alten und fensterlosen Barracken des Militärs, ziehen es aber vor, uns zum Essen ins Auto zu verkriechen.

Colombia: Southern Region  - NP Purace: don´t wanna get wet feet
Colombia: Southern Region  - NP Purace: making fire

Colombia: Southern Region  - NP Purace: dinner time


Der Sturm rüttelt die ganze Nacht erbarmungslos am Auto, welches voll im Wind steht und die Temperaturen fallen gen null. Der Regen prasselt aufs Dach und macht das Ganze nicht gemütlicher. Und so bleibt es leider auch. Am nächsten Morgen ist die Sicht gleich null. Wir nutzen die Zeit, das Umbauen des Autos von Schlaf- in Wohnzimmer dahingehend zu perfektionieren, dass wir das Auto nicht mal mehr verlassen müssen.

Wir warten und warten, aber bevor wir einen Autokoller bekommen, flüchten wir vor dem waagerecht angeblasenen Regen, denn es sieht nicht nach Besserung aus.

Colombia: Southern Region  - NP Purace: bad weathe


Es geht wieder runter – und nicht wenig. Und wieder ändern sich innerhalb einer Tagesetappe Klima und Landschaft recht immens. Haben wir am Vorabend noch gefroren, schwitzen wir jetzt auf 600 m Höhe.

Colombia: close to Patio - hot again


Es geht immer weiter in Richtung Süden und Ecuador. Die Strecke in Richtung Pasto ist landschaftlich wieder mal ein Traum. Vorletzte Station vor der Grenze ist die Laguna La Cocha, welche wieder auf 2.800m liegt – und wir frieren wieder …

Unser Stellplatz ist der Parkplatz eines riesigen im Schweizer Stil erbauten Hotels. Wir bekommen ein eigenes Zimmer zum Duschen (heiß, heißer und am heißesten …) haben einen riesigen Aufenthaltsraum für uns und haben zum Frühstück einen wunderbaren Blick auf die Lagune.

Colombia: road to Pasto

Colombia: Laguna La Pasto - Panorama View

Colombia: Laguna La Pasto - Breakfast Time

Colombia: Laguna La Pasto - Campspot

Colombia: Laguna La Pasto - what a cow ...

Colombia: Laguna La Pasto - Hotel Sindamanoy: Lobby


Da wir die Minen beim Purace in strömendem Regen und dementsprechend viel Matsch verlassen hatten, riechen wir seitdem selber wie so eine Schwefel Mine, da sich eine feine Patina aus übel stinkendem Schwefel-Schlamm auf unsere Autos gesetzt hat. Also lassen wir mal wieder waschen … und sind, dem günstigen Preis entsprechend, zufrieden mit dem Ergebnis.

Colombia: shiny after washing

Colombia: shiny after washing


Letzte Station vor der Grenze zu Ecuador ist die Kirche Las Lajas, welche auf beeindruckende Weise direkt in den Fels gebaut ist. Unser Stellplatz ist im wahrsten Sinne göttlich. Direkt vor einem alten Kloster oberhalb der Kirche mit bestem Blick. Und das auch noch kostenlos. Und da es uns so gut gefällt und wir zudem auch noch verschlafen, bleiben wir einfach 2 Tage.

Colombia: Santuario Las Lajas

Colombia: Santuario Las Lajas - sun again

Colombia: Santuario Las Lajas - old door2

Colombia: Santuario Las Lajas - old monastery

Colombia: Santuario Las Lajas - nice colours

Colombia: Santuario Las Lajas - poor creature

Colombia: Santuario Las Lajas - great Campspot

Colombia: Santuario Las Lajas - by night


Dann wird es aber wirklich Zeit, sich von Kolumbien zu verabschieden. Wir machen uns früh auf den Weg in Richtung Grenze, die um die Ecke liegt. Wir erinnern uns mit Schrecken an die Formalitäten bei der Einreise und hoffen auf das Beste.

Zuerst wieder die Migration für uns – keine 2 Minuten, Stempel in den Pass und ausgereist. Dann das Auto bei der Aduana. Papiere abgeben, ausgestempelte Kopie in Empfang nehmen und fertig – ebenfalls kaum 2 Minuten. Wow, das geht schnell, irgendwie ein wenig zu schnell, denn so ist das Kapitel Kolumbien so ganz plötzlich abgeschlossen. Bleibt uns nur noch zu sagen: danke für die schöne und unvergessliche Zeit …


Gefahrene Kilometer in Kolumbien: 5.345 km (Gesamtleistung: 57.074 km) - ROUTE
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Resümee

ZU LAND und LEUTEN
irgendwie habe ich auch schon in den anderen Resümees geschrieben, dass die Menschen freundlich sind. Aber die Kolumbianer toppen alles! Kaum steht man irgendwo, ist man umringt von Menschen, wird ausgefragt und hat einen Becher Alkohol in der Hand. Die Kolumbianer sind so offen und neugierig, dass sie schon im Zelt sitzen und dann erst fragen, ob sie ein Foto machen dürfen. Wir haben selten so viele Einladungen und Telefonnummern wie in diesem Land gesammelt.
Die Kolumbianer lieben Fleisch. Fleisch in allen Variationen. Kaum ein Essen wird hier ohne Fleisch oder Fleischfüllung serviert – nicht mal die Suppen. Vegetarier, zieht euch warm an …

Auch Hilfsbereitschaft wird hier unheimlich großgeschrieben; jeder möchte einem helfen oder kennt jemanden, der einem helfen kann – selbst wenn man keine Hilfe braucht. Aber bei aller Liebe zu diesem wunderbaren Volk: sie können nicht autofahren; oder sie sind einfach alle lebensmüde und suizidgefährdet. Auf unserer ganzen Reise haben wir selten sooft den Kopf geschüttelt oder sind in die Bremsen gestiegen. Natürlich vorzugsweise vor oder nach Kurven in den Bergen, wo die Beschaffenheit der Straßen waghalsige Überholmanöver am wenigsten zulassen.

Zu erwähnen wäre auch noch die gewaltige Militär und Polizeipräsenz, die übers gesamte Land verteilt ist. Wir haben uns nie unsicher gefühlt, haben aber immer auf die Ratschläge der Bevölkerung gehört, gewisse Strecken vermieden und sind nie nachts gefahren.



ZUR NATUR
: endlich mal wieder hohe Berge … Kolumbien hat wirklich alles zu bieten. Von gold-gelben Stränden über saftig grünen Nebelwald, braune Steppen, trockene Wüste, kargen Hochplateaus und gewaltigen Flusstälern bis hin zu schroffen Bergen und Gletschern.
Landschaft, Höhe und Klima wechseln hier wirklich Tagesetappenweise. An einem Tag friert man noch bei null Grad auf 4.000m Höhe und erbarmungslosem Wetter, um dann am nächsten Tag bei Temperaturen über 30 Grad in einem Tal in der Sonne zu brutzeln. Kolumbien ist riesig und unglaublich abwechslungsreich – eine landschaftliche Wundertüte.


ZU UNS: das größte Risiko Kolumbiens ist, dass man bleiben möchte. Auch uns ging es so. Wüssten wir nicht, dass unsere Reisetage langsam gezählt sind (leider!!!), hätten wir hier sicherlich ganz einfach noch mehr Zeit verbringen können. Denn Land und Leute machen es einem allzu leicht … wir haben uns hier pudel wohl und willkommen gefühlt. Danke Kolumbien für die wunderbare Zeit.


ZUM AUTO
: wir haben unserem Auto in Kolumbien viel Zeit und Liebe angedeihen lassen und mussten unseren zweiten großen Steinschlag hinnehmen; in Cartagena ist unser Paket angekommen und so gab es neue Stoßdämpfer und den dritten Ölwechsel.
In Bogota haben wir dann endlich die richtige Kühlflüssigkeit bekommen und unseren leckenden Kraftstoffkühler reparieren lassen. Unterwegs mussten wir dann allerdings feststellen, dass unser Thermostat nicht richtig zumacht – Grund: ein Stück Gummidichtung, welches sich verklemmt hat. Nach Entkalken und Aufkochen hat sich dann aber das Stück Gummidichtung (keiner weiß, woher das kam) gelöst und somit war auch dieses Problem gelöst.



ZUM SCHLUSS
: wieder Fakten und Daten: 5.345 gefahrene Kilometer; 600 getankte Liter Diesel; Preis pro Gallone: ca. 3,70 EUR (ca. 0,97 € pro Liter Diesel); 62 Reisetage (somit 88 km pro Tag im Schnitt gefahren); Reiseliteratur: Lonely Planet Colombia; Kartenmaterial: Reise Know How Karte Kolumbien; Autohaftpflichtversicherung: obligatorisch (Kosten: ca. 55 Euro für drei Monate); unbeschreiblich hilfsbereite und nette Menschen; die selbstmörderischsten und schlechtesten Autofahrer bisher; teure Peajen; Fleischeslust; Steinfiguren und Gräber; Militärpräsenz; hohe Berge; wunderschöne Landschaften; Bergpässe; Kolonialstädte; Gold Museum in Bogota; Physalis satt; Schwitzen und viel Frieren; unzählige Tankstopps; tolle Campspots und unheimlich viel Spass und eine tolle Zeit.


Die am meisten gebrauchten Gegenstände: Warme Unterwäsche und Mütze ...




 



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